Mallorcas Wasservorräte trotz Regen weiterhin kritisch
Im Oktober sorgte der Regen auf Mallorca und den umliegenden Inseln für etwas Entlastung. Die Wasserreserven der Balearen stiegen von 36 auf 37 Prozent. Dennoch kann von einer Entwarnung keine Rede sein, da die Speicher vor einem Jahr noch zu 44 Prozent gefüllt waren. Auf Mallorca verbesserte sich der Füllstand von 36 auf 37 Prozent, während Menorca ebenfalls um einen Prozentpunkt auf 39 Prozent zulegte. Ibiza hingegen blieb unverändert bei 33 Prozent.
Kritische Regionen auf Mallorca
Die Situation ist besonders angespannt in den Regionen Artà, es Pla und Manacor-Felanitx, wo die zweithöchste Dürrewarnstufe, der Alarmzustand, gilt. Diese drei Gebiete machen zusammen 22,5 Prozent der Fläche der Balearen aus. Sechs weitere Regionen, darunter die Tramuntana sowie Palma, Alcúdia, Menorca und Ibiza, befinden sich in der Vorwarnstufe. Lediglich Formentera wird derzeit als unproblematisch eingestuft.

Im Vergleich zum September hat sich die Situation in zwei Regionen geändert: Migjorn im Süden Mallorcas konnte den Alarmzustand ablegen und steht jetzt unter Vorwarnung. In der südlichen Tramuntana hingegen hat sich die Lage verschlechtert.
Regenmengen auf den Pityusen
Der Oktober war auf den Balearen außergewöhnlich niederschlagsreich. Laut dem spanischen Wetterdienst Aemet fielen im Mittel der Inseln 105 Liter Regen pro Quadratmeter, was etwa einem Drittel mehr als üblich entspricht. Mallorca verzeichnete durchschnittlich 93 Liter pro Quadratmeter, während Menorca mit 62 Litern unter dem gewohnten Wert blieb. Besonders stark regnete es auf Ibiza und Formentera (Pityusen), wo 232 beziehungsweise 213 Liter pro Quadratmeter registriert wurden.
Über die letzten zwölf Monate betrachtet, liegen die Niederschläge auf den Balearen insgesamt nahezu im langjährigen Durchschnitt. Mallorca erreicht 97 Prozent des üblichen Wertes, Menorca 94 Prozent. Auf Ibiza und Formentera zusammen waren es sogar 105 Prozent.
Trotz der hohen Niederschläge bleibt die Wassersituation angespannt. Dies zeigt sich auch im Dürreindex, der im Oktober weiter anstieg. Gleichzeitig war der Monat ungewöhnlich warm, mit einer Durchschnittstemperatur von 20 Grad, was um 1,2 Grad über dem langjährigen Mittel liegt.
Ausblick auf November
Für den November erwartet die balearische Regierung einen Anstieg der Wasserreserven. An den offiziellen Dürrewarnstufen dürfte sich jedoch zunächst nichts ändern. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau und fordern die Bevölkerung auf, mit Wasser sparsam umzugehen.