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Constantin Repede eröffnet Gyrosstand am Ballermann nach Auswanderung

Am Boulevard de Peguera auf Mallorca bedient Constantin Repede an seinem Gyrosstand und schneidet mit gezielten Sägebewegungen das Fleisch vom Gyrosspieß ab. Dieses wird anschließend für 8,50 Euro in ein Fladenbrot gefüllt. Repede hebt hervor, dass er Premium-Qualität anbietet. “Mein Fleisch kommt von einem griechischen Schlachter. Die Tiere stammen aus holländischer Haltung, und das Fleisch wird in Dortmund verarbeitet”, erklärt der neue Gastronom und Auswanderer von “Goodbye Deutschland”.

“Ich verwende unter anderem Schweineoberippe und füge oben etwas Bauchspeck hinzu. Dieser schmilzt während des Grillens langsam herunter und sorgt für einen besonderen Geschmack.” Wenige Stunden später steht der 43-Jährige am Balneario 13, an seinem zweiten Standort in erster Meereslinie. Hier wird er von seiner Frau Exenia und weiteren Mitarbeitern unterstützt. Im Gegensatz zum “Don Gyros” in Peguera bietet er jedoch keine griechischen, sondern italienische Spezialitäten an – dazu gehören Eis, Sirupbier, Pinsa und Pasta in verschiedenen Variationen. Das passt gut, schließlich ist seine Frau Exenia Italienerin.

Die Auswanderung der Familie Repede

Die Geschichte der Auswanderung der Repedes, die sie mit ihren drei Kindern Delisha (21), Jannai (19) und dem jüngsten Sohn Keyan (3) antraten, konnten viele Fernsehzuschauer bereits in der Vox-Sendung “Goodbye Deutschland! Die Auswanderer” mitverfolgen. Constantins Tage sind bis zum Rand mit Arbeit gefüllt. “Ich bin etwa jeden zweiten Tag vormittags in Peguera. Dort kümmere ich mich um die Einkäufe, bringe Pommes, Zwiebeln und Tomaten vorbei oder bereite meinen Tzatziki zu. Den mache ich natürlich selbst.” Unterstützung erhält er dabei von einer Mitarbeiterin und seinem Sohn Jannai. “Mein 19-jähriger Sohn ist mittlerweile voll in den Betrieb integriert. Früher hat er Fußball gespielt, musste aber aufgrund einer Verletzung etwa ein Jahr pausieren.”

Herausforderungen und Erfolge

Seit dem 31. Oktober ist der Imbiss “Don Gyros” bis Mitte März in der Winterpause. Dennoch bleibt Constantin Repede keine Zeit zum Verschnaufen, denn in seinem Italo-Restaurant am Ballermann muss der Betrieb weiterlaufen. Bei einem Besuch sind gerade deutsche Touristen vor Ort, die sich mit den Kellnern amüsieren und das Essen genießen. Eine Penne Ortolana nach italienischem Originalrezept kostet hier übrigens 14,90 Euro. Anscheinend laufen die gastronomischen Geschäfte also gut.

Ab dem 21. November plant Constantin Repede, mit einem Stand und seinem griechischen Gyros auf dem Deutschen Weihnachtsmarkt vor der Kathedrale von Palma vertreten zu sein. Rückblickend verlief der Start auf Mallorca jedoch nicht ganz reibungslos. Constantin Repede, Rumäne mit griechischen Wurzeln, musste wegen Problemen mit dem Stromanbieter und mehrfachen Anträgen zwei Monate auf den benötigten Starkstrom warten. Erst am 27. Mai konnte er seinen Gyros-Betrieb eröffnen.

Für den Auswanderer ist die Gastronomie völliges Neuland. In Deutschland, wo die Familie in der Nähe von Waiblingen bei Stuttgart lebte, war er fast 20 Jahre lang in der Logistik- und Transportbranche selbstständig tätig. Die Idee auszuwandern kam ursprünglich von seiner Tochter Delisha. “Es war eigentlich ein unglaublicher Zufall. Wir waren 2023 im Urlaub auf Mallorca. Meine Tochter hatte sich in einem kleinen Laden ein Mozzarella-Brötchen geholt. Meine Frau schaute sich die Bar an und sagte zu mir: ‘Wenn ich so eine Bar bekommen würde, würde ich auswandern.'”

Sechs Tage später wurde genau diese Bar um vier Uhr morgens auf der Immobilienplattform Idealista zum Verkauf angeboten. Die Familie Repede schlug sofort zu. Wenige Wochen später unterschrieb sie den Kaufvertrag beim Notar. Von da an ging alles sehr schnell: Anfang 2024 verkauften die Repedes ihr Eigenheim in Deutschland und bereits im März desselben Jahres zog die Familie nach Mallorca. Bisher haben sie diesen Schritt nicht bereut.