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Wichtige Tipps zur Vorbereitung Ihres Wohnmobils auf den Winter

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Immer mehr Menschen entdecken die Faszination des Wintercampings. Die schneebedeckte Landschaft bietet eine besondere Stimmung, während es im Inneren des Campers angenehm warm bleibt. Wer einmal diesen Kontrast erlebt hat, vergisst ihn nicht so schnell. Daher zieht es immer mehr Wochenendgäste, Kurzurlauber und Dauercamper auch in der kalten Jahreszeit auf Camping- und Stellplätze.

Vorbereitung auf den Winter

Um für die kalte Jahreszeit vorbereitet zu sein, gilt es zu beachten: Nicht jedes Wohnmobil ist automatisch für den Winter geeignet, da viele Modelle keine frostsicheren Wasserinstallationen haben. Mit einigen Anpassungen und Kompromissen können auch diese Fahrzeuge schöne Tage im Schnee verbringen. Zahlreiche Reisemobile bieten ausreichend Heizleistung, und viele Campingplätze verfügen über beheizte Sanitäranlagen. Einige haben sogar eigene Einrichtungen direkt am Stellplatz.

Vor der Nutzung im Winter ist eine gründliche Vorbereitung des Fahrzeugs und der Ausrüstung unerlässlich. Einige Maßnahmen sollten regelmäßig durchgeführt werden, während andere vor der ersten Fahrt in der kalten Jahreszeit unbedingt beachtet werden müssen. Ein wertvoller Hinweis: Investieren Sie ein paar Euro in qualitativ hochwertige Fensterisolierungen. Besonders bei teilintegrierten Fahrzeugen sollte auch die Windschutzscheibe nicht vernachlässigt werden.

Wintercamping oder Winterschlaf? Die nebenstehenden Checklisten fassen die wichtigsten To-dos übersichtlich zusammen. Sie helfen Ihnen, nichts Wesentliches zu vergessen, und erinnern an Maßnahmen, die vielleicht nicht sofort ins Bewusstsein rücken, wie den unverzichtbaren Schutz für eingemottete Fahrzeuge vor der Dieselpest. Also auf geht’s: Starten Sie Ihr erstes Winterabenteuer. Sie werden begeistert sein!

Checkliste Wintercamping: Im Winter unterwegs

Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie bei der Vorbereitung Ihres Wohnmobils für den Winter beachten sollten:

  • Heizung im Aufbau: Probelauf durchführen – je früher im Herbst, desto besser. Funktionieren Heizung, Boiler und Gebläse? Falls nicht, sollte ein Termin in der Werkstatt vereinbart werden.
  • Starterbatterie: Zeigte diese schon im Sommer erste Anzeichen von Schwäche? Da Starterbatterien häufig im Motorraum oder unterflur montiert sind, sind sie frostigen Temperaturen ausgesetzt und verlieren dabei viel an Leistung. Für ältere Starterbatterien kann dies sogar zum Totalausfall führen. Moderne LiFePO4-Akkus bieten hier eine Lösung. Diese speziellen Hochleistungszellen sind bei Kälte viel leistungsfähiger und zeichnen sich durch ein geringes Gewicht aus. Zudem haben sie eine sehr geringe Selbstentladung, wodurch die Gefahr einer schädlichen Tiefentladung bei längeren Standzeiten im Winter verringert wird. Wichtig: LiFePO4-Akkus dürfen bei Frost nur geladen werden, wenn sie über eine integrierte Heizung verfügen oder das Batteriemanagement-System (BMS) die Zellen überwacht.
  • Für aktive Wintercamper beginnt die optimale Vorbereitung mit einer gründlichen Fahrzeug- und Motorwäsche. Diese deckt oft versteckte Schäden auf – den Unterboden nicht vergessen!
  • Rost behandeln: Besonders Winterfahrer sollten Roststellen oder tiefe Kratzer frühzeitig erkennen und behandeln, um dem aggressiven Streusalz im Winter keine Chance zu geben. Daher ist es ratsam, Rost bestmöglich zu entfernen und zu behandeln. Auch der Motorraum samt Anbauteilen und Aluminiumteilen kann unkompliziert in Eigenregie behandelt werden. Der KSD Motorschutzlack des Korrosionsschutz-Depots ist dafür perfekt geeignet, da er hochtransparent ist. Dinitrol Corroheat 4010 ist ebenfalls eine gute Wahl und zeigt sich nach dem Trocknen etwas gelblicher.
  • Frostschutz überprüfen: Das Frostschutzmittel für Kühler und Scheibenwischanlage sollte bis minus 25 Grad Celsius angemischt sein. Ist der Frostschutz im Kühler in Ordnung? Dies lässt sich einfach mit einem kleinen Tool überprüfen, das bereits für wenige Euro im Autozubehör erhältlich ist. Das Frostschutzmittel muss zudem passend zum jeweiligen Fahrzeug gewählt werden.
  • Mechanik und Kurbelstützen fetten: Scharniere an Heckträgern, Gelenke und Kurbelstützen sollten einmal pro Jahr geschmiert werden.
  • Dichtungsgummis von Fenstern und Türen frieren im Winter gerne fest. Silikonsprays halten das Material geschmeidig und schützen vor dem gefürchteten Verkleben. Bei Acrylfenstern sollte säurefreies Silikonspray oder Talkum verwendet werden.
  • Sind die Winterreifen in Ordnung? Vorschriften für Deutschland, Österreich und die Schweiz: In Deutschland gilt ein Reifen bei winterlichen Straßenverhältnissen nur dann als Winterreifen, wenn er das Schneeflocken-Symbol (Alpine-Symbol) trägt. Die bloße Kennzeichnung M+S genügt seit Oktober 2024 nicht mehr. Auch beim Profil sollte genau hingeschaut werden: Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, für Winterreifen werden jedoch mindestens 4 Millimeter empfohlen, da Grip und Bremsweg auf Schnee mit abnehmender Profiltiefe deutlich nachlassen. Außerdem sollten Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Das Alter lässt sich an der DOT-Kennung ablesen, einer vierstelligen Zahl im kleinen Oval an der Reifenflanke: Die ersten beiden Ziffern geben die Fertigungswoche an, die letzten beiden das Jahr. In Österreich gilt vom 1. November bis 15. April bei Schnee, Schneematsch oder Eis eine situative Winterreifenpflicht. Reifen mit der Kennzeichnung M+S und einer Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern (bei Diagonalreifen 5 Millimeter) werden anerkannt, das Schneeflocken-Symbol ist dort nicht zwingend vorgeschrieben. Wer mit deutschem Kennzeichen unterwegs ist, sollte sich jedoch an die deutsche Regel halten und Reifen mit Schneeflocken-Symbol verwenden. Mehr dazu hier: www.oeamtc.at. In der Schweiz gibt es keine allgemeine Winterreifenpflicht, jedoch müssen Fahrzeug und Reifen den Witterungsverhältnissen angepasst sein. Wer mit ungeeigneter Bereifung den Verkehr behindert oder einen Unfall verursacht, muss mit Bußgeldern und Haftungsfolgen rechnen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter, Schneeketten sind nur dort Pflicht, wo sie ausgeschildert sind.
  • Wischergummis überprüfen: Nichts ist ärgerlicher und letztlich auch gefährlicher, als mit defekten Wischern unterwegs zu sein. Es droht ein Strafzettel, und bei einem Unfall kann eine Teilschuld entstehen.
  • Beleuchtungsanlage überprüfen: Für die dunkle Jahreszeit sollten alle Birnchen am Fahrzeug kontrolliert werden. Ersatzbirnen sollten immer mitgeführt werden.
  • Schneeketten an Bord? Diese sind in einigen Urlaubsländern Pflicht und können Ihnen möglicherweise die Weiterfahrt sichern.

Tipps für den Campingurlaub im Schnee

Camping im Schnee ist nicht jedermanns Sache. Wer sein Urlaubsbudget lieber für den kommenden Sommer aufspart, sollte sein Wohnmobil jedoch nicht einfach nur abstellen: Lange Standzeiten und Frost können schnell Schäden verursachen. Daher hat die Redaktion eine Checkliste zusammengestellt, die zeigt, worauf beim Einmotten und Einwintern zu achten ist. Hier geht’s zur Checkliste Wohnmobil einmotten – so wintern Sie Ihren Camper richtig ein.