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igur von Santo Nino, dem Heiligen des Sinulog Festivals in Cebu

Philippinen: Flug nach Cebu, Montebello Hotel und Sinulog Festival

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Diese Reise ist gleich eine doppelte Premiere: Mein erster Besuch auf den Philippinen und mein erster Urlaub, den ich komplett über ein Reisebüro gebucht habe. Geplant ist ein Urlaub zun Relaxen und Schnorcheln auf zwei schönen Inseln, ergänzt durch ein wenig Arbeiten, weshalb WiFi-Zugang bei der Auswahl jedes Ressorts Pflicht war.

Freitag, den 13. Januar geht es los. Abflug Frankfurt mit Qatar. Dass wir mindestens zwei Stunden vorher vor Ort sind, ist sinnvoll: Check-in, Gepäckkontrolle und dann eine lange Schlange bei der Passkontrolle. Das Boarding verzögert sich, geht dann aber fix über die Bühne. Für Holzklasse sehr angenehmer Service, freie Filmwahl aus langer Liste. Nach fünf Stunden Flug landen wir in Doha mit fast zwei Stunden Aufenthalt, die allerdings schnell vorbeigehen. Um 1.30 Ortszeit heben wir wieder ab Richtung Cebu und ich versuche nach einem weiteren üppigen Mahl in den Schlaf zu sinken. Lautstarke Holländer vor uns und mehrere quengelnde Säuglinge machen es nicht leicht. Die Ohrenstöpsel aus dem feinen Paket von Qatar nutzen wenig. Aber irgendwann ist dann doch kollektives Schlummern angesagt.

Flugzeug von Qatar Airlines nach Doha wird am Frankfurter Flughafen beladen

Flugzeug von Qatar Airlines nach Doha wird am Frankfurter Flughafen beladen

Die zehn Stunden Flug von Doha nach Cebu scheinen schneller zu vergehen als die fünf davor. Gegen 16 Uhr landen wir, nachdem ich schon mit wachsender Begeisterung die ersten Inseln in dunkelblauem und türkisfarbenen Wasser aus dem  Fenster erspähen konnte. Der Himmel ist bedeckt, die Luft tropisch-schwül. Ein kurzer Check, schon sind wir durch die Kontrollen. So etwas schnelles habe ich noch nirgendwo erlebt – wenn ich da an die bewaffneten Uniformierten und unfreundlichen Beamten auf Goa denke oder die Checks in USA samt komplettem Fingerabdruck…

Dann haben die Jungs erstmal Probleme, das Kofferband zu starten. Doch trotz technischer Probleme laufen die ersten Koffer schneller als in Frankfurt aufs Band – bis unsere allerdings dabei sind, müssen wir uns in Geduld üben. Gute Einstimmung auf den Urlaub. Runterfahren, raus aus dem Hamsterrad. Zeit haben. Manfred aus Bad Vilbel, den wir unterwegs kennen gelernt haben, macht sich ab zu einem Kumpel, einen großen dreikufigen Katamaran fitmachen und segeln. Feine Geschichte.

Noch ein letzter kurzer Check und wir sind raus aus der Ankunftszone. Und stellen fest, dass es das auch schon so gut wie war in Sachen Flughafen. Eine attraktive Filippina winkt mir ekstatisch zu. Money Exchange ist ihr Business. Vier winzig kleine Verschläge nebeneinander, die alles andere als vertrauensvoll wirken. Aber wir brauchen Philippinische Pesos (PHP). Eine kleine Menge wollten wir schon am Frankfurter Flughafen wechseln, aber der hatte diese Währung gar nicht erst da. Erstmal schlau machen. Die kleine Tourist-Information rechts ist gar nicht erst besetzt. Links an der Stirnseite ist noch ein Informations-Tresen. Ja, wir könnten ruhig hier wechseln, das seien alles Vertreter philippinischer Banken, sagt die hilfsbereite Dame und bringt uns rüber. 53 PHP gibt es für 1 Euro – und unsere Sorten wechseln den Tresen.

Und wer steht links daneben? Eine Dame von Globe. Perfekt, genau das ist die Telefongesellschaft, den mir meine TaiChi-Lehrerin Marie, die mehrere Jahre hier gelebt hat, empfohlen hat. Prepaid-Karte für 100 Pesos enthält eine Stunde Internet, einiges an SMS und pro Anruf innerhalb der Philippinen zahle ich 6 Pesos. Nach Europa allerdings gleich ca. 30 Pesos pro Minute. Also mal die Karte für 300 Pesos gekauft, die allerdings 400 Pesos kostet 😉

Sinulog Preparty am Pool des Montebello Hotel in Cebu

Sinulog Preparty am Pool des Montebello Hotel in Cebu

Jetzt müssen wir den Flughafen verlassen, um ein Taxi zum Hotel zu nehmen. Oh my God. Auf der anderen Straßenseite drängeln sich Massen von Einheimischen.Ich erinnere mich, wie ich auf Bali oder Goa gleich beim Verlassen des Flughafens (und im Grunde schon vorher) von massenhaft Leuten angefallen worden bin: „Willst du, brauchst du, ich besorg dir…“. Lieber noch mal zur Information. Ja, ob wir Taxi oder Mietwagen wollen? Einfach nur ein Taxi zum Montebello Hotel. Okay. Sie düst raus, wir hinterher. Sie informiert einen anderen Menschen. 450 Pesos die Fahrt, dauert ca. eine Stunde. Neun Euro, das erscheint mir okay. Bald sitzen wir bei einem älteren Herrn, der uns durch die Stadt kutschiert. Erste Einblicke.

Manches erinnert mich an das, was ich von Asien her kenne: Das Hupen, die Mopeds, vollbesetzte Kleinbusse, die scheinbare Nichtexistenz von Gesetzen und Sicherheitsvorschriften. Gleichzeitig überrascht mich die Einfachheit und städtische Armut, die überall zu sehen ist. Sind wir hier einfach nur in einer Art Bahnhofsviertel? Der Slum von Cebu? In Indien gab es dies auch, doch dazwischen auch viel anderes. Hier sehen wir fast auf dem ganzen Weg nur einfachste Buden, abgerockte Häuser, höchstens unterbrochen von einer pikfeinen Tankstelle. Viele verschlossen dreinblickende Menschen, selten mal ein Lächeln irgendwo. Sieht alles nicht danach aus, als könnten wir uns hier nachts auf diese Straßen wagen.

Dann plötzlich biegt der Fahrer ein. Montebello Villa Hotel. Ein richtig schöner Anblick, große Anlage. Zwei Herren laden unsere Koffer aus und bringen sie aufs Zimmer, nachdem wir an der Rezeption alles geklärt haben. Die Filipinos scheinen ein amerikanisches Englisch zu sprechen, dazu recht flott, genau das, womit ich Probleme habe. Das Zimmer im ersten Stock ist ansprechend, Blick auf den schönen Garten, die Herren werfen gleich die Klimaanlage an und verschwinden sofort wieder, während ich noch grüble, ob sie ein Trinkgeld erwarten oder nicht.

Ah, endlich frischmachen, duschen und eine Stunde Reiki machen. Dann dem tropischen Klima angemessene Kleidung anlegen. Wir lesen den Hinweis, dass morgen das Sinulog-Festival stattfindet und heute vorgefeiert wird. So landen wir im Hotelrestaurant am Pool, für 450 Pesos pro Nase gibt es ein Buffet, eine Sinulog-Shirt und eine Show mit verschiedenen Musik- und Tanzgruppen, schönen philippinischen Models und einer Feuershow. Wir sitzen am Pool, genießen das leckere Essen und die Show. Die Luft ist warm, eine sanfte Brise streicht übers Wasser, es beginnt sich nach Urlaub anzufühlen.

Die Entscheidung, eine Nacht in Cebu zu verbringen, war richtig. Ankommen, erst mal verwöhnen lassen und dann morgen in Ruhe mit der Fähre auf die Insel. Sofern wir gut durch das Stadtfest kommen…

Figur von Santo Nino, dem Heiligen des Sinulog Festivals in Cebu

Figur von Santo Nino, dem Heiligen des Sinulog Festivals in Cebu

Immerhin besteht das Hotel den WLAN-Test grundlegend. Kostenfrei, da können viele sich ne Scheibe abschneiden. Leider sind keine Webseiten auf deutschen Server erreichbar, das ist noch schlechter als vor drei Jahren auf Goa. Und das IMAP-Protokoll meckert bei der Mail-Abfrage aufgrund zu vieler gleichzeitiger Verbindungen. Naja, mal schauen, wie es im Ressort wird…

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Autor: Frank

Webdesigner und Publizist. Freier Mitarbeiter bei Magazinen im Bereich Gesundheit/Spiritutalität (Reiki-Magazin, Connection, DAO) und Musik sowie Autor/Herausgeber von Fach-Anthologien beim Windpferd Verlag. Fachjournalist (bdfj). Mag am liebsten aktiven Natururlaub in Europa sowie Reisen nach Südostasien. Ganz besonders wichtig: Wasser!

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